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5 Tage Fasten - Mein Erfahrungsbericht kann dich motivieren

5 Tage Fasten – Mein Erfahrungsbericht kann dich motivieren

In den letzten Wochen hatte ich eine „verquere“ Einstellung zum Essen.

Ich weiß, dass ich mich gesund ernähre und auf viele Dinge achte… Manchmal ist das aber Segen & Fluch zugleich. Ich glaube, ich denke einfach zu viel nach.

Und gerade ICH bin ein Mensch, der eigentlich sehr nach dem Bauchgefühl lebt. Eigentlich!

Wo ist mein gutes Bauchgefühl denn hin?

Ich hatte das Gefühl belastet zu sein. Ich wollte mich lösen. Jeden Tag nahm ich mir auf´s Neue vor entspannter zu sein. Das Essen zu fühlen und zu geniessen. Nicht nebenbei zu essen sondern ganz bewusst. So mache ich das nämlich eigentlich immer. Es klappte wochenlang nicht. Ich esse weiterhin überstürzt und in Abwesenheit.

Ich faste schon seit Monaten intermittierend

Mal durchgängig. Hin und wieder auch nur vier oder fünf Tage in der Woche. Ich esse dann ungefähr 18 Stunden nichts. In den übrig bleibenden 6 Stunden wird gegessen. Natürlich gesund und vielfältig. Viel Rohkost mittlerweile. Weniger Fleisch. Warum? Ist halt so. Tut mir gut. Mir fehlt Fleisch selten. Und wenn ich einen Hieper drauf bekomme, dann kaufe ich es halt. Ich bin also keine Paleo-Vegatarierin geworden. 🙂 Manchmal esse ich sogar selbst gemachten Joghurt und Ziegenkäse. Einfach weil´s mir schmeckt und gut tut. Nun wurde bei mir aber eine Laktose-Intoleranz diagnostiziert. Da verzichte ich deshalb seit kurzem gänzlich drauf. (unter anderem über Milchprodukte schreibe ich demnächst einen gesonderten Beitrag!)

Wie in meinem letzten Beitrag teile ich noch immer die Meinung, dass man sich beim Essen keine Dogmen auferlegen sollte.

Dennoch hatte ich das Gefühl mich reinigen zu wollen und dachte über den kompletten Verzicht von Nahrung nach

Wie es immer im Leben so ist: Ich denke über etwas nach und jemand in meinem engen Freundeskreis spürt das.
Ich liebe diese energetischen Verbindungen. 🙂
Es kommt also eine Freundin auf mich zu. Sie hat ein Thema mit ihrem Gewicht und möchte sich einfach wieder gesünder ernähren. Etwas für sich tun.
Sie ist Mama einer wundervollen Tochter seit knapp einem Jahr und möchte eine gesunde und vitale Mutter sein.
Finde ich super! Das ist also ihr Ziel.

Mit einem Ziel vor Augen schaffst du den Weg!

Sie fragt mich, ob ich sie coachen könne. Klar. Wir sind Freundinnen. Sie braucht einfach jemanden, der ihr zur Seite steht und sie pusht. Und ich brauch das auch bei dem Vorhaben. Da kommen wir nämlich zum Thema: Fasten.
Sie möchte fünf Tage Fasten und diese Zeit des Verzichts als Einstieg in eine gesunde Paleo-Ernährung nutzen. Ich finde diese Idee prima. Viele Leute merken schon nach wenigen Tagen, dass sie gewisse Gewohnheiten ablegen können.

Brauche ich wirklich den Caramel Macchiato jeden Morgen? Sicher nicht. Schmeckt, aber notwendig ist er nicht.

Also besprechen wir alles und setzen uns ein Startdatum. Am Freitag, den 15.12.2017 starteten die fünf Tage. Am Vortag wird nur noch Suppe und Rohkost gegessen. Sie beginnt schon am Montag auf Kohlenhydrate zu verzichten, sodass die Umstellung nicht so hart wird. Ich muss das nicht, da ich sowieso wenig Kohlenhydrate esse und mich nach Paleo ernähre.

Wir trafen uns die Tage davor regelmäßig zum Spazierengehen

Das ist wichtig für uns. Das richtige Mindset setzen. Fasten läuft vor allem im Kopf ab. Wir tauschen uns über Ängste und Erwartungen aus. Wir besprechen unsere Ziele, Gründe, Schwierigkeiten und die Planung. Das alles ist grundlegend für eine erfolgreiche Zeit. Wir tauschen uns mit Leuten aus, die bereits erfolgreich fasteten. Die Tipps sind wirklich gut und stärken uns noch mehr.

Vor allem wird uns klar, das wir viel mehr Zeit haben. Ich verbringe sicher drei Stunden täglich mit Nahrung. Einkaufen, Kochen, Essen, Abwaschen eingeschlossen. Die werde ich nun mehr haben. Zum Entspannen. Denn die benötige ich wirklich am meisten. 

Also machen wir letzte Besorgungen

Auf der Liste steht:

Wofür diese ganzen Dinge nötig sind, kannst du im vorigen Beitrag nachlesen. Klicke einfach hier.

Fastenvortag

An dem Donnerstag VOR unserem Beginn nehmen wir nur noch flüssige Nahrung zu uns. Morgens gibt es für mich püriertes Obst mit Mandelmilch. Mittags viel Tee und Wasser. Abends dann eine Tomatensuppe mit pürierter Zucchini (Wow, das war echt lecker!). Die Suppe genieße ich mit allen Sinnen. Ich weiß, dass es die letzte Nahrung für fünf Tage sein würde und so schmeckt sie mir gleich noch viel besser. Dazu über den Tag ganz viel Wasser und Tee. Ich trinke noch Sauerkrautsaft, um den Darm anzuheizen. Viele mögen den nicht, ich ja. Ich gehe entspannt und ausgeruht früh ins Bett.

Erster Fastentag

Ich starte morgens mit einem Glas Wasser mit Zitrone. Mein Ritual, welches ich schon seit Monaten oder sogar Jahren verfolge. Dann gehe ich ins Bad und mache mich fertig für einen kleinen Spaziergang. Bevor ich losgehe, trinke ich noch einen Tee.
Draußen genieße ich die kalte Winterluft und lasse bewusst mein Handy außer Acht. Ich will die ersten drei Tage nutzen, um für mich zu sein. Keine Kunden. Keine Arbeit. Kein Blog. Nur entspannte Dinge tun und Freunde sehen.

Mein Kopf ist während des Gehens total klar. Und ich freue mich auf die Erfahrung, die ich in den kommenden Tagen mache werde. Natürlich ist der erste Morgen noch ein Klacks. Ich faste ja so auch oft mal über 20 Stunden. Soweit bin ich ja noch lange nicht…

Nach 45 Minuten bin ich daheim und es wird Zeit für das Glaubersalz! Der unangenehme Teil…

Meine Freundin hat es schon hinter sich. Mit ihr habe ich eben telefoniert. „Na die hat´s gut.“ Ok.. Ich bin dran! Ich rechne die für mich richtige Dosierung aus. Verdünne es in 700ml heißem Wasser und toppe es mit frischem Zitronensaft. Daneben steht schon ein Tee. Ich trinke es innerhalb von 15 Minuten. So schlimm ist es übrigens nicht.

Nun heisst es Warten auf die Wirkung… Laut Internet muss man innerhalb von 30 bis 120 Min. die Keramikabteilung aufsuchen. Es dauert bei mir sage und schreibe 100 Minuten. Geschafft!
Ein Herrliches Gefühl stellt sich plötzlich ein. Leider geht das noch ein paar Stunden so weiter. Immer wieder muss ich auf die Toilette. Sogar noch am Abend, als ich auf dem Weihnachtsmarkt mit Freunden bin.
Die finden das übrigens lustig, dass ich da mit meiner Thermoskanne mit Ingwertee aufkreuze. Ich widerstehe all den leckeren Gerüchen aber vehement. Der Wille ist ja da. Appetit leider auch, aber ich bin ja konsequent. Im Sinne von „Nur gucken, nicht anfassen“ gehe ich an allen leckeren Ständen vorbei.

Etwa 23 Uhr liege ich im Bett und friere extrem. Schon auf dem Markt ist mir eiskalt. Nun sind aber auch schon mehr als 24 Stunden vergangen, seitdem ich das letzte mal gegessen hab… Getrunken habe ich etwa fünf Liter Tee/Wasser heute. Nagut, ich mache mir ein warmes Körnerkissen und liege frierend in meinem Wasserbett (ja, das ist auch beheizt- bringt aber grad nix). Irgendwann schlafe ich ein. Ich wache allerdings 4:30Uhr wieder auf. Eiskalte Füße. Immer noch. Ich stehe auf und mache das Kissen nochmal warm. Gehe zur Toilette (die Entleerung geht weiter) und lege mich wieder schlafen.

Zweiter Fastentag

Ich wache 8:30Uhr total benebelt auf. Trinke Wasser mit Zitrone. Habe Kopfweh. Ohrensausen. Das schlimmste aber ist die ÜbelkeitUnd der Durchfall hört auch noch nicht auf. Immerhin wird es im Laufe des Tages besser und besser. Ich trinke wie immer Wasser mit Zitrone und viel Tee. Nehme die Kapseln und entspanne mich.

Nachmittags bin ich verabredet zum Weihnachtsshopping mit meiner Freundin Janna. Wir gehen in ein riesiges Einkaufszentrum. Viele Menschen. Schlechte Luft. Das erste Mal zweifle ich, ob ich nicht lieber hätte daheim bleiben sollen. Die Gerüche dort sind zugleich appetitanregend und übelkeitssteigernd. Ich ignoriere die Gefühle.
An einem Frischestand hole ich mir einen Smoothie. Nun wird es besser mit der Übelkeit. Ich bin aber sehr wackelig auf den Beinen und mir ist immer noch eiskalt. Janna macht sich Sorgen und lässt mich nicht aus den Augen. Danke Janna 🙂 Passiert ist aber nichts.

Sie bringt mich nach erledigten Einkäufen zu meiner Fastenfreundin. Der geht es gut. Sie fühlt sich topfit. Hat keinen Hunger, keine Übelkeit. Nix. Schön für sie. Ich hoffe insgeheim, dass es bei ihr nicht noch kommt. Sie erzählt mir, dass sie schon 3 Kilo abgenommen hat. Da ich keine Waage habe, nutze ich die Gelegenheit und stelle mich auf ihre. Ich wiege mit Klamotten und am Abend 58 Kilo. Also etwa 1,5 Kilo abgenommen.

Wir machen einen Spaziergang mit Baby und Hund. Die kalte, frische Luft tut gut. Wir sind uns einig, dass es eine mega Erfahrung ist und haben keinen Zweifel, dass wir das schaffen. Getrunken haben wir beide etwa 3 Liter heute.

Ich gehe früh heim und schlafe frierend mit Körnerkissen ein.

Dritter Fastentag

Ich wache auf und habe noch besser geschlafen. Keine Wehwehchen. Dreimal war ich in der Nacht wach und musste meine Blase entleeren.
Ich trinke wieder mein Wasser mit Zitrone und starte dann entspannt mit einer Meditation und leichten Yogaübungen. Daran war die letzten zwei Tage nicht zu denken. Heute schreit mein Körper förmlich danach. Beweg dich! Ist ja auch klar, denn die Muskeln sollen auch erhalten bleiben. Ich möchte, dass mein Körper nur Fett verbrennt und keine Muskeln.

Meine Freundin und ich treffen uns wieder zu einem 90-minütigen Spaziergang. Die Sonne scheint. Es tut wahnsinnig gut sich draußen zu bewegen. Auch das Reden mit ihr und der Austausch über unsere „Lage“ hilft.

Als ich wieder zu Hause bin mache ich viele Dehnübungen und stelle fest wie beweglich ich plötzlich bin. Mag am Entschlacken liegen? Ich weiß es nicht. Fühlt sich aber irre gut an.

Ich trinke wieder einen grünen Smoothie und viel Tee und Wasser. Heute habe ich Lust auf ein Glas selbst hergestellten Kombucha von „Fairment„. Kann ich nur empfehlen. Ich werde dazu auch noch einen gesonderten Beitrag schreiben! Super klasse, was die Jungs da machen. (Bestelle direkt hier)

Abends gönne ich mir ein heißes Bad mit Basensalz. Mir wird schön warm und ich lege mich danach direkt ins Bett. Lese noch bei Kerzenschein in dem Buch „Wiedersehen im Café am Rande der Welt“ von John Strelecky. (Link zum Buch hier) Das Buch passt grade wie die Faust aufs Auge zu diesen bewussten Tagen. Irgendwann fallen mir die Augen zu und ich schlafe seelenruhig ein.

Vierter Fastentag

Ich habe eine etwas unruhige Nacht hinter mir. Ich bin oft wach und mir ist kalt. Ich schließe das Fenster und bin trotzdem 4:30Uhr hellwach. Überlege, ob ich aufstehe, aber entscheide mich dagegen. Mir ist unfassbar kalt. Ich schlafe schließlich wieder ein. 6:00Uhr klingelt der Wecker und ich stehe witzigerweise total erholt auf. Ich hab einen kleinen Termin, von dem ich aber schon 8:30Uhr zurück bin. Vorher gibt es natürlich wieder Wasser mit Zitrone. Dazu heute etwas Salz. Irgendwie signalisiert mein Körper Salzbedarf.

Schließlich gehe ich los und es tut gut zu gehen. Draußen sein. Ich mache nach dem Termin noch einen Spaziergang.

Dann folgen zwei Kundentermine. Zwei Trainings. Aber nur leichte Übungen. Ich mache alle Übungen mit und fühle mich gut. Zwei Stunden am Stück Kräftigung und Mobilisation. Hin und zurück geht es mit dem Fahrrad. Etwa 15 Minuten fahre ich eine Strecke. Kein Problem. Der Kreislauf meckert nicht und schlecht ist mir auch nicht. Mir gehts sogar richtig blendend.

Der Darm benötigt also wirklich Unmengen an Energie. Nachts müssen diese Speicher aufgefüllt werden. Vermutlich schlafe ich deshalb jetzt weniger und bin erholter. Die Wochen vorher schlief ich mindestens acht bis zehn Stunden jede Nacht. Mega cool, dass es jetzt weniger ist. Mehr Zeit.

Abends folgt eine weitere Stunde mit einem Kunden. Outdoortraining bei 1Grad Außentemperatur. Ich ziehe mehrere Lagen Oberteile und zwei Hosen an. Dicke Weihnachtssocken, Schal und Handschuhe. Geht! Erstaunlich gut. Ich hab echt Energie! Besonders bei den hochintensiven Intervallen merke ich deutlich meinen Kreislauf. Mein Herz rast schnell. Ich mache langsam und konzentriere mich stark auf die Übungen, höre aber auf meinen Körper und lasse ein paar Übungen aus. Dann muss mein Kunde halt alleine schwitzen. Geht ja auch.

Abends gönne ich mir wieder ein Basenbad und gehe früh ins Bett. Mir ist warm und ich schlafe seelenruhig ein.

Fünfter und letzter Fastentag

Um 6:30Uhr werde ich vom Wecker aus dem Schlaf gerissen. Meine Kundin zum Dienstags-Yoga erwartet mich 8:00Uhr.

Vorher trinke ich wie immer mein Glas Wasser mit Himalaya Salz und Zitrone. Noch ein Glas Wasser hinterher und los gehts. Ich fühle mich übrigens topfit. Super erholt und voller Energie starte ich den Tag.  Mir gehts blendend.
Beim 20-minütigen Radweg merke ich, dass mein Herz schnell anfängt zu rasen und mir ein wenig die Luft wegbleibt. Ich fahre einfach langsamer und genieße es trotzdem. Dann folgen 45 Minuten Yoga. Diese sind auch anstrengend. Besonders bei den vielen wechselnden Positionen spüre ich meine Kreislauf deutlich. Geht aber. Ich breche nicht ab!

Der Weg mit dem Fahrrad nach Hause ist kein Problem. Ich trinke nun erstmal eine Menge Tee und Wasser und setze mich für eine kurze Meditation hin. Danach spüre ich deutliches Magenknurren und trinke ein Glas meines leckeren und wohltuenden Kombuchas. Yummy!

Am Nachmittag folgt eine weitere Workout-Stunde mit einem Kunden in seiner Wohnung. Den Weg dahin gehe ich zu Fuß. Knappe 30 Minuten bin ich unterwegs. Ich nehme mir vor in der Stunde ordentlich Gas zu geben. So als letzte Stunde vor Weihnachten mit ihm noch einmal schwitzen. Wir haben eine gute und effektive Stunde gemeinsam. Einzig mein Kreislauf macht kleine Probleme.

Danach treffe ich meine Fasten-Begleiterung mit Baby und Hund zu einem ausgiebigen Spaziergang.

Abends dann nochmal eine kurze Yoga-Einheit in meinem Wohnzimmer und dazu trinke ich ganz viel. Heute sind es wie die letzten Tage etwa 2,5 Liter Wasser/Tee und ab und zu ein Glas Kombucha sowie ab dem zweiten Fastentag ein Glas grüner Smoothie.

Ich bin heute den tag über viel „sortierter“. Meine Gedanken sind klarer und ich kann mich gut konzentrieren. Das war die letzten Tage nicht so. Schön!

Ich gehe wieder früh schlafen und denke an den Apfel, den ich morgen früh essen werde…

Fastenbrechen und Umstellungstage

Das Fastenbrechen muss gut durchdacht werden. Die Wirkung des Fastens kann sonst ganz schnell zerstört werden. Wir haben uns ausreichend belesen und entscheiden uns für einen Aufbau über drei bis vier Tage. Das bedeutet, dass wir erstmal nur Gemüse essen. Am ersten Tag etwa 800kcal, dann 1000kcal und dann 1200kcal. (Lies hier was genau du essen kannst)
Langsam zu steigern erscheint uns wichtig. Außerdem lassen wir tierische Produkte vorerst weg. Paleo lässt auch keine Milchprodukte zu, sodass diese gar nicht zum Thema werden. (Vom Zeitplan her passt das super bis Heiligabend. Yeah! Weihnachten ist gerettet!!! 😛 )

Mein Fastenbrechen

Ich trinke morgens natürlich wieder mein Zitronenwasser. Dann gehe ich kurz in einen Biomarkt und kaufe mir einen kleinen roten Apfel. Zu Hause angekommen setze ich mich entspannt hin und beiße genüsslich rein. „Booooaaaaah, schmeckt der guuuuut!!!!“. Wahnsinn. Bester Apfel, den ich je gegessen habe.
Ich brauche etwa 10 Minuten bis der Apfel verputzt ist. Mein Magen meldet schnell ein Sättigungsgefühl. Damit hab ich ja auch gerechnet.

Heute freue ich mich über weitere Mahlzeiten. Mein Körper ist relativ wackelig und schreit irgendwie nach Energie. Für mich reichen 5 Tage erstmal völlig aus.

Es folgen 1,5 Stunden Training mit Kunden und 30 Minuten Radfahren. Dann endlich das lang ersehnte Kochen.

Meine Freundin und ich treffen uns also zum gemeinsamen Einkaufen. Wir haben uns für eine Gemüsesuppe entschieden, die wir frisch zubereiten wollen. Wir kaufen also ein. Das Einkaufen erscheint uns schon total abgefahren. Wirklich! Sonst ist das ein „normaler“ Vorgang. Aber wir haben das fünf Tage nicht getan. Jedenfalls nicht für uns. Aber wir kaufen jetzt DAS, was wir gleich ESSEN. Irre. Wir freuen uns tierisch auf die Wärmende Gemüsesuppe.

Wir schaffen bei grade so eine kleine Schüssel Suppe und sind pappsatt. Dabei sitzen wir uns lächelnd gegenüber und sind mega stolz auf uns!

Mein Fazit

Ich bin glücklich! Und hoffe, ich konnte dich motivieren.

Und froh, dass ich diese Erfahrung nun endlich mal gemacht habe. Ich würde es nächstes Mal noch ein paar Tage länger machen. Wir haben die fünf Tage erstmal als „Einstieg“ gewählt. Und außerdem passte das super mit den Weihnachtsfeiertagen. 🙂 So mussten wir nicht auf den Braten verzichten.
Wir fühlen uns erholt und leichter.

Ich habe 4 Kilo auf der Waage verloren. Von 59,7kg auf 55,7kg. Ich habe 2cm Brustumfang, Taillenumfang und Poumfang verloren. Lediglich an der Hüfte nix verloren. Mistekacke 🙂 Meine Freundin hat sogar 6,7kg Gewicht verloren.

Wir sind uns natürlich im Klaren darüber, dass es viel Wasser ist. Man nimmt in den ersten zwei Aufbautagen auf jeden Fall schon wieder 1 Kilo in Form von Wasser zu.

Beim nächsten Fasten mache ich es dann auch „richtig“, indem ich einen Einlauf verwende. Das habe ich dieses Mal irgendwie außer Acht gelassen. Man kann es auch ohne machen, aber richtiges Fasten schließt einen Einlauf mit ein. Sogar meist zweimal. Am Anfang und am Ende des Fastens…

Fasten ist etwas, was man auf jeden Fall mal erlebt haben sollte. Solange du mit deinem Arzt vorher sprichst und dir sein o.K. holst! Das haben wir auch getan.

Ich habe Essen als solches über die Tage nie vergessen. Ich habe Berichte von Leuten gelesen, die nie an Essen denken mussten. Das kam bei mir nicht vor. Ich hatte sogar richtig Appetit. Besonders auf Schweinefleisch!!! Einige Essensgerüche haben mich fast wahnsinnig gemacht. Es war aber alles auszuhalten und ich glaube, dass dieses Gefühl eher eine Art Erinnerung ist. Man isst ja schließlich täglich mehrfach. Innerhalb von fünf Tagen kann man diese Gewohnheit ja nicht einfach ablegen. Das wäre sicher noch gekommen. Hätte dann aber ein Stück Braten vor mir gelegen und ich hätte es essen müssen, dann wäre mir schlecht geworden. Schon in der Vorstellung. Also es war mehr der Drang nach der Erinnerung. Schwer zu formulieren. Verstehst du ein bisschen, wie ich das meine? 🙂

Meine Freundin hat nun einen super Start in einen neuen Umgang mit der Ernährung. Sie ist motiviert Änderungen vorzunehmen. Es war schön, dass wir das zu zweit gemacht haben. Die Motivation ist dann weitaus höher. Aber ich glaube, auch alleine hätte ich es gemacht. Für die Gesundheit.

Die Gesundheit ist ein hohes Gut. Gehe gut und sorgfältig mit dir um. Höre auf dich und deinen Körper. Nahrung ist nicht irgendwas. Sie bestimmt zu einem Großteil wie gesund du bist und wie es deiner Seele geht. Du solltest bewusst essen und trinken. Natürlich darfst du auch mal Kuchen, Torten und Burger futtern. Aber alles in Maßen. Fasten kann einen guten Anstoß zum Überdenken geben. Oder einfach mal zum Reinigen. Vielleicht machst du schon alles richtig, möchtest aber dich aber schlichtweg befreien. Dann ist Fasten sicherlich eine gute Idee.

Viel Spaß bei deinem Fasten. Ich freue mich sehr über Kommentare von dir.

Danke für dein Zeit.

Deine Cathy

 

 Jeder kann zaubern,
 jeder kann seine Ziele erreichen,
 wenn er denken kann,
 wenn er warten kann,
 wenn er fasten kann.

Hermann Hesse, Siddharta

 

Cathy Wietelmann

Ich freue mich dich in Zukunft mit vielen interessanten Beiträgen zu begeistern. Lass mir auch gern einen Kommentar da, wann immer du magst. Oder schreib mir eine Mail. Ich werde jede einzelne Mail mit Freude beantworten.

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