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Vegetarismus – Vielleicht ein Weg für dich?

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Vegetarisch zu leben ist ein möglicher Weg zur Gesundheit

Vegetarismus – Vielleicht ein Weg für dich?

Vegetarismus ist eine Abkürzung des Worte „Vegetarianusmus“. Demzufolge stammt das Wort Vegetarier vom „Vegetarianer“.
Das sind wirklich halbe Zungenbrecher. Deshalb hat man sie schlichtweg vereinfacht.
Beide Worte sind Übersetzungen aus dem Englischen, vom vegetarianism und vegetarian. Der Wortstamm ist hier „vegetable“, was Gemüse bedeutet. Zurückzuführen ist das Wort aber eigentlich aus dem Lateinischen vegetare, „beleben“/“leben als Plfanze“, in Verbindung mit vegere, was „munter sein“ bedeutet.

Kurzer Einblick in die Geschichte des Vegetarismus

Diese Ernährungsform wird schon seit Jahrhunderten praktiziert.
Bereits etwa 600 v.Chr. ging man davon aus, dass jedes Lebewesen eine Seele habe und beschloss auf Tieropfer zu verzichten. Pythagoras empfahl eine vegetarische Ernährung aus religiösen und ethisch-moralischen Gründen. Auch in der östlichen Welt hat sich die vegetarische Lebensform bis heute gehalten. Insbesondere im Hinduismus und Buddhismus verfolgt man die Anschauung, dass Tieren kein Leid angetan werden solle. Mensch und Tier werden dort gleichermaßen respektvoll behandelt.

Im Christentum geht man eher davon aus, dass man den Nutzen der Tiere ausschöpft. Ein Umdenken erfolgte erst im 15.Jhd. Beispielsweise Leonardo Da Vinci lehnte jeglichen Verzehr von Fleisch ab.

Erst im 19.Jhd kam dann die erste Bewegung des Vegetarismus nach Deutschland. Es wurden Vereine gegründet, die nun auch die gesundheitlichen Aspekte und die ökologischen sowie politischen Gedanken in den Vordergrund stellten.

Im Jahr 2016 gab es übrigens etwa 5,29 Millionen Vegetarier in Deutschland.

Arten des Vegetarismus

Meine Recherche ergab, dass es mehrere Einteilungen des Vegetarismus gibt. Hier möchte ich dir die am weitesten verbreiteten Arten kurz vorstellen:

Klassischer Vegetarismus: Die konsequenteste Form des Vegetarismus, bei der sämtliche Produkte mit tierischem Ursprung (Fisch, Fleisch, Eier, Käse, Milch) nicht verzehrt werden.
Ovo-Vegetarier: Verzicht auf Fisch und Fleisch. Eier werden gegessen (lat. ovum = Ei), Milchprodukte dagegen nicht.
Lacto-Vegetarier: Verzicht auf Fisch und Fleisch. Milchprodukte werden gegessen (lat. lac = Milch), Eier dagegen nicht.
Ovo-Lacto-Vegetarier: Verzicht auf Fisch und Fleisch. Eier und Milchprodukte werden konsumiert.
Veganismus: Im Prinzip sehr ähnlich mit dem klassischen Vegetarismus. Veganer verzichten auf alle Produkte tierischen Ursprungs.  (auf diese Form gehe ich im nächsten Artikel noch genauer ein)
Frutarier: Neben der Entsagung auf tierische Produkte jeglicher Art (Fisch, Fleisch, Milch, Käse, Honig), sind auch Pflanzen verboten, die bei der Ernte geschädigt oder vernichtet werden (z.B. Kartoffeln, Möhren, Wurzeln). Nachwachsende Früchte (z.B. Bananen, Äpfel oder Pflaumen) stehen im Zentrum der Ernährung, da der Baum auch nach der Ernte noch unbeschädigt weiterlebt.

In Deutschland leben die meisten Vegetarier ovo-lacto-vegetabil.

Warum vegetarisch leben?

Es gibt mehrere Gründe für einen vegetarischen Lebensstil.

  • Ethische Motive: Der Verzehr von Tieren ist unmöglich, da diese unwürdig behandelt werden (Massentierhaltung),…
  • Ökologische und politische Motive: Ein möglicher Weltwandel durch weniger Verzehr von Tieren. Mehr Anbau von Pflanzen könnte das Klima beeinflussen,…
  • Religiöse und spirituelle Gründe: Tiere haben eine Seele. Mensch und Tier seien auf eine Stufe zu stellen,…
  • Gesundheitliche Aspekte: Vorbeugen von Krankheiten durch den Verzicht von Fleisch

Auf den letzten Punkt möchte ich etwas näher eingehen. Vielleicht kriege ich dich zu einem Selbstexperiment überzeugt. 🙂

Welche gesundheitlichen Vorzüge bietet der Vegetarismus?

Man geht davon aus, dass Vegetarier gegenüber normalen Mischköstlern gesundheitliche Vorteile haben. Sie seien gesünder und würden nicht so viele ernährungsbedingte Krankheiten haben. Die Nährstoffverteilung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen sei optimaler. Menschen, die Fleisch und Fisch verzehren würden demnach zu viel Fett und Eiweiß aufnehmen.

Nicht zu vergessen ist jedoch, dass auch diese Form der Ernährung ausgewogen sein muss.

Ausgewogene Ernährung setzt sich grob wie folgt zusammen:
Flüssigkeit, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, Kartoffeln und Getreide, Pflanzenöle und Fette und optional Milchprodukte und Eier.

Soweit die übergeordnete Zusammensetzung….Betrachten wir das Ganze nun etwas genauer:
Neben den Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen benötigen wir auch Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Sind diese alle im täglichen Essen vorhanden, kann unser Körper eigentlich perfekt funktionieren.

Ein vitaler Körper mit viel Energie ist das Resultat. Und den wollen wir doch alle haben.

Mach dir mal Gedanken, was du den Tag über isst. Sind alle Nährstoffe in deiner täglichen Zufuhr vorhanden? Was fehlt dir? Kannst du es eventuell optimieren?

Isst du viel gutes Fleisch und guten Fisch? Meiner Meinung nach solltest du, wenn du tierische Produkte magst, auf die Qualität achten. Es geht nicht um Quantität. Schlechtes Fleisch mit viel Antibiotika bringt dich sicher nicht weiter. Es belastet deinen Körper auf Dauer. Ich versuche etwa zweimal die Woche Fleisch und Fisch zu essen. Dabei achte ich dann aber auf die Herkunft des Fleisches. Auch das Hackfleisch nehme ich nicht aus dem Kühlregal im Supermarkt, sondern vom Fleischer meines Vertrauens.

Decke ich meinen Eiweißbedarf ohne Fleisch und Fisch?

Besonders Sportler haben schnell diese Frage im Kopf, wenn sie über Vegetarismus nachdenken. Sie haben Angst, dass ihr Eiweißbedarf unzureichend sein kann.

Diese Aussage ist unbegründet. Das habe ich zumindest gelesen. Und ich habe mir wirklich viel zu diesem Thema durchgelesen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich dem nicht ganz zustimmen kann. Aber widerlegen kann ich die Aussage auch nicht ausreichend. Es gibt viele pflanzliche Lebensmittel mit hohem Proteingehalt, wie Nüsse, Hülsenfrüchte und Getreide. Aber reicht das?

Ja, für den Durchschnitts-Deutschen sicher! Aber auch für den Sportler?

Muskeln benötigen Eiweiße und Aminosäuren. Ein Sportler hat demzufolge einen erhöhten Bedarf an diesen Nähstoffen. Viele nehmen deshalb Proteinpulver und ähnliche Präparate zu sich. Ich habe mich lange gegen solche Produkte gewehrt, da mich die Inhaltsstoffe, deren Namen ich nicht einmal aussprechen kann, sehr abschreckten.

Eines Tages kaufte ich mir tatsächlich ein Whey Protein, welches wie erwartet nur für Magenprobleme sorgte.

Ich stieg mit dem Beginn meiner Paleo Reise um auf ein sogenanntes Primal Whey von Primal State. Dieses vertrage ich wunderbar und hatte das Gefühl weniger Muskelkater zu haben und tatsächlich stärker zu werden. Es ist ohne Zusatzstoffe und liefert dir alle essentiellen Aminosäuren! Wunderbar!

Da ich Milchprodukte vertrage, esse ich auch gern mal ein paar Röllchen Harzer Käse, der ganze 15g Eiweiß pro Stück hat. Manchmal löffle ich sogar Magerquark. Und eben hin und wieder 30g von dem Primal Whey. Aber eben nicht täglich.

Es ist in meinen Augen keine dauerhafte Lösung mit Pulver konstant Eiweiß zu dir zu nehmen. Versuche es lieber mit natürlichen Lebensmitteln. Es macht einfach mehr Sinn auf die Natur zurückzugreifen.

Mein Tipp für dich:

Höre auf deinen Körper. Machst du viel Sport? Dann sagt er dir vermutlich relativ schnell was er benötigt. Ich beispielsweise habe regelmäßig richtig Heißhunger auf ein Stück Steak. Und manchmal springt mich der Käse im Kühlschrank regelrecht an und dann verputze ich die ganze Packung auf einmal.

Aber genug zum Thema Proteine…

Meine Meinung zur vegetarischen Ernährung

Ich habe früher wirklich sehr wenig Fleisch gegessen. Das lag einfach daran, dass ich keine Ahnung von der Zubereitung hatte. Ich kochte mir also lieber Nudeln und Reis. Das war einfach. Durch Paleo verzichte ich ja nun aber auf Getreide. Fleisch und Fisch kommen seitdem bei mir regelmäßig auf den Teller. Ich mag es und brauche es auch. Mein Körper verlangt es, also gebe ich es ihm. Ich achte dabei auf die Herkunft und die Qualität. Dafür nehme ich dann auch eine paar Euro mehr in die Hand und weiß dann aber, was ich esse.

Natürlich beschäftigt mich auch das Thema Massentierhaltung. Aber ich als Paleoanerin weiß, dass wir schon vor viiiiielen Jahren Tiere aßen, um zu überleben. Es gehört also irgendwie zum Kreislauf des Lebens dazu. Ich denke aber auch nicht bei jedem Fleischverzehr darüber nach, wie es den Tieren in den Käfigen geht. Dann würden wir alle nie wieder verzehren.

Finde für dich deinen Weg. Ernähre dich, wie du dich gut fühlst und über welche Punkte du hinwegsehen kannst und über welche nicht.

Probiere doch mal aus vegetarisch zu leben. Starte nächste Woche zwei vegetarische Wochen und berichte mir, wie es dir geht. (Ich persönlich finde eine Woche zu wenig, um ein Resultat zu verspüren)
Ich bin gespannt, was du zu erzählen hast! Schreib mir gern eine Mail oder einen Kommentar zum Beitrag.

Versuch macht KLUG! 🙂

 

Im nächsten Beitrag stelle ich dir eine Unterform des Vegetarismus vor: den Veganismus

Quellen:
1 Autor unbekannt.(2016) Anzahl der Personen in Deutschland, die sich selbst als Vegetarier einordnen oder als Leute, die weitgehend auf Fleisch verzichten*, von 2012 bis 2016 (in Millionen).letzter Zugriff 09.03.17 aus https://de.statista.com/statistik/daten/studie/173636/umfrage/lebenseinstellung—anzahl-vegetarier/
2 Autor unbekannt. Vegetarier. letzter Zugriff 09.03.17 aus http://www.biologie-schule.de/vegetarismus.php
3 Becker, U. Gesünder leben ohne Fleisch. letzter Zugriff 06.03.2016 aus
https://www.fairberaten.net/vegetarismus/gesund-leben-ohne-fleisch-vegetarismus-gruende-vorteile/druckansicht.pdf

 

Cathy Wietelmann

Ich freue mich dich in Zukunft mit vielen interessanten Beiträgen zu begeistern. Lass mir auch gern einen Kommentar da, wann immer du magst. Oder schreib mir eine Mail. Ich werde jede einzelne Mail mit Freude beantworten.

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